Bewusstes Essen

Wie oft kommt es vor, dass du im Alltag unbewusst, nebenbei und gedankenlos dein Essen zu dir nimmst? Ob neben dem Laptop, vorm Fernseher oder zwischendurch im Büro, … oft essen wir nach vorbestimmten Zeiten oder nach optischen Reizen, die dazu führen, dass wir unsere natürlichen Anzeichen für Hunger und Sättigung nicht mehr gut deuten können.

Aber wie geht bewusstes Essen?

Wir haben dir einige Tipps gesammelt, wie du achtsames Essen lernen und deine Mahlzeiten mehr genießen kannst:

  • Höre und vertraue auf die Signale deines Körpers! Er versorgt uns mit allen Informationen, um unser Hunger-und Sättigungsgefühl zu erkennen und auf diese Weise unsere Nahrungsaufnahme zu regulieren:
  • Respektiere und honoriere dein Hungergefühl, wenn es moderat ist.
  • Esse nicht, wenn du keinen Hunger verspürst.
  • Warte nicht zu lange, wenn du Hunger hast, um dadurch den Heißhunger zu vermeiden.
  • Versuche mit dem Essen aufzuhören , wenn du ein Sättigungsgefühl spürst.
  • Du kannst dich anhand einer Skala von 0 bis 10 fragen: wie satt bin ich gerade? Oder wie hungrig bin ich gerade? Dabei bedeutet 0: überhaupt nicht satt oder gar keinen Hunger, 5: angenehm satt oder hungrig und 10: total satt (schon übervoll) oder Bärenhunger. Diese Skala kann dir helfen, deinen Hunger oder deine Sättigung einzuschätzen.
  • Erlaube dir alle Lebensmittel! Vermeide die Einteilungen in „gut“ und „schlecht“, um raus aus dieser kopfgesteuerten Ernährung zu kommen. „Verbotene“ Lebensmittel führen oftmals zu negativen Emotionen, wie z.B. Frustration, und provozieren, dass das Verlangen nach diesen Lebensmitteln nur noch größer wird. Deshalb raten wir dir: Iss lieber ab und zu mit vollem Genuss ein Stück von dem, was dir Freude bereitet, als es zu vermeiden und frustriert zu sein.
  • Versuche, deine negativen Gefühle, wie z.B. Stress und Frustration, anders zu kompensieren als mit Essen. In diesen Situationen essen wir nicht aus einem körperlichen, sondern aus einem emotionalen Hunger heraus und Essen soll uns Freude oder Entspannung bereiten. Je öfter man Essen einsetzt, um emotionale Hürden zu bewältigen, umso stärker merkt sich das Gehirn diesen Vorgang und wird auch in Zukunft in diesen Situationen auf Schokolade oder Kuchen zurückgreifen wollen. Probiere stattdessen etwas anderes zu unternehmen, was dir positive Gefühle gibt, wie z.B. dich mit Freunden treffen, Sport treiben, auf den Markt gehen, oder durch die Natur schlendern.
  • Koche selbst, so oft es geht: wenn du selbst kochst, weißt du immer genau, was in deinem Gericht ist. Kochen fördert die Beschäftigung mit Lebensmitteln, ihrer Herkunft und Zusammensetzung und führt dazu, dass du Lebensmittel mehr zu schätzen lernst.
  • Iss so, dass du deine Mahlzeit sinnlich genießen kannst: das heißt, probiere den Geschmack, die Farben, die Konsistenz, die Gerüche mit allen Sinnen zu ertasten. Dadurch kann sich der Geschmack erst richtig entfalten und du nimmst dein Essen bewusster wahr.
  • Keine Ablenkung: Versuche ganz beim Essen zu sein und alle Ablenkungen wie Handy, Fernseher oder Zeitschriften wegzulegen.
  • Gib dir Zeit beim Essen: erst 20 Minuten nach Beginn deiner Mahlzeit verfügt das Gehirn über die Information, ob du gesättigt bist und kann es dir mit einem Völlegefühl signalisieren! Deshalb ist es wichtig, dir Zeit beim Essen zu lassen, gut zu kauen und das Besteck zwischen deinen Bissen mal kurz abzulegen.

Lass dir Zeit, diese Tipps umzusetzen, denn Übung macht den Meister 😉 Mit der Zeit wird es dir gelingen, dein Hunger- und Sättigungsgefühl wieder mehr wahrzunehmen und dein Essen völlig genussvoll zu dir zu nehmen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Dein snics-Team.

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