Intermittierendes Fasten

Sicher hast du schon mal was von intermittierendem Fasten gehört. Diese Ernährungsform erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Anders als bei unserem letzten Blogeintrag über die verschiedenen modernen Fastenvarianten, gehen wir dieses Mal nur auf das intermittierende Fasten ein.

Was ist intermittierendes Fasten?

Fasten bedeutet, freiwillig für eine bestimmte Zeit auf Nahrung und auf gewisse Lebensmittel zu verzichten. Das intermittierende Fasten, auch Intervallfasten genannt, kennzeichnet sich durch einen bestimmten Essrhythmus. Im Vergleich zum echten Fasten isst du, eben nur zu bestimmten Zeiten und das hat den Vorteil, dass du dich nicht in deiner Lebensmittelauswahl einschränken musst.

Dadurch ist diese Fastenmethode meistens sehr beliebt bei den Leuten und kann auch längerfristig umgesetzt werden. Zusätzlich gibt es verschiedene Formen von Intervallfasten und so kannst du die Methode auswählen, die am besten zu deinem Alltag passt. Der Rhythmus der Fasten- und Essensphasen hängt also von der jeweiligen Methode ab die du praktizieren möchtest.

Für wen ist es geeignet?

Das Intermittierende Fasten ist keine Diät, sondern eher eine Umstellung deiner Esszeiten und kann mit allen verschiedenen Ernährungsformen kombiniert werden (vegetarisch, vegan, …). Es eignet sich für Menschen, die beruflich stark eingebunden sind, da einzelne Fastenstunden oder Fastentage sich gut im Arbeitsalltag integrieren lassen. Auch für Personen, die Fasten am Stück ausschließen möchten.

Welche Formen gibt es?

Wir haben hier einige Methoden des Intervallfastens kurz beschrieben, wobei die Nahrungszufuhr entweder für einzelne Tage oder auch für einige Stunden eingeschränkt werden kann:

–      5:2 Methode: ist die bekannteste Form des Intervallfastens. Sie ist durch 5 „Genießertage“, an denen es keine Einschränkungen bei der Lebensmittelauswahl gibt und 2 „Fastentage“ pro Woche, das bedeutet Frauen sollten an diesen Tagen nicht mehr als 500 Kalorien und Männern nicht mehr als 600 Kalorien zu sich nehmen, gekennzeichnet.

–      2-Tage Methode: leitet sich von der 5:2 Methode ab, mit dem Unterschied, dass die 2 „Fastentage“ pro Woche aufeinanderfolgen sollten und zusätzlich soll auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Pasta und Reis, sowie auf zuckerhaltige Snacks verzichtet werden.

–      16:8 Methode: ist die beliebteste Form des Intervallfastens. Bei dieser Methode kannst du 8 Stunden pro Tag essen was du willst und die darauffolgenden 16 Stunden soll auf Nahrung verzichtet werden. Innerhalb der 8 Stunden, z.B. zwischen 11 und 19 Uhr, kannst du zwei oder  auch mehrere Mahlzeiten zu dir nehmen und die nächsten 16 Stunden, z.B. von 19 Uhr bis am nächsten Tag 11 Uhr, solltest du nur kalorienfreie Getränke (Wasser, Kaffee, Tee, …) zu dir nehmen.

–      10in2-Methode: tageweiser Wechsel zwischen Essen und Nichtessen. An den „Esstagen“, kannst du essen was du willst und an den „Nichtesser-Tagen“ solltest du wiederum nur zuckerfreie Getränke zu dir nehmen. Diese Methode ist eher für Fortgeschrittene geeignet. Wenn du noch nie gefastet hast, aber dennoch die positiven Effekte des Fastens nutzen willst, kannst du mit der 16:8 Methode anfangen.

Intermittierendes Fasten als Anti-Aging Methode?

Ein Grund warum das Intervallfasten oft im Zusammenhang mit Anti-Aging Methoden genannt wird, ist der Prozess der Autophagie. Der Begriff „Autophagie“ wurde weltweit bekannt, als der japanische Forscher Yoshinori Ohsumi im Jahr 2016 den Nobelpreis für Medizin bekam. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern „auto“ (=selbst) und „phagie“ (=fressen) zusammen.

Bei diesem Prozess werden alte Zellen oder anderer „Abfall“ unseres Körpers abgebaut und die Energie, die dabei entsteht, wird wiederum gebraucht, um neue Zellen zu produzieren. Diese Selbstreinigungsstrategie unseres Körpers ist sehr wichtig, um Bakterien und Viren zu bekämpfen und somit Infektionen aber auch Alterungsprozessen vorzubeugen.

Es handelt sich um eine Überlebensstrategie unseres Körpers, um in Hungerphasen mit genügend Energie versorgt zu werden. Er wird jedoch auch durch regelmäßige Pausen zwischen den Mahlzeiten, Fasten und Bewegung unterstützt. Ab einem Zeitraum von 14-17 Stunden des Kalorienverzichts, kommt der Prozess der Autophagie auf Hochtouren. Die Autophagie wird also durchaus durch Intervallfasten ausgelöst.

Ein weiterer Grund warum sich mehrstündige Essenspausen positiv auf unsere Lebenserwartung auswirken können, hat David Sinclair mit seinem Forschungsteam hervorgehoben. Dr. David Sinclair ist australischer Biologe und Professor für Genetik und ist Experte in der Erforschung von Alterungsprozessen. Sie haben herausgefunden, dass bereits nach 12 bis 14 Stunden ohne Nahrung verstärkt Moleküle im Körper produziert werden, die einen positiven Einfluss auf gewisse Gene haben. Diese Gene sind zuständig für die Reparaturfähigkeit unserer Zellen und können somit unsere Lebensdauer verlängern.

Intermittierendes Fasten könnte sich somit durch die mehrstündigen Essenspausen positiv auf die Lebensdauer auswirken.

Wir wünschen dir viel Erfolg!

Dein snics-Team.

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