Mythen rund ums Thema Kaffee & Tee – was stimmt wirklich?

Zu den Stichwörtern “Kaffee”, “Tee” und “Koffein” findet man so einiges, wenn man danach googelt. Was man davon tatsächlich glauben kann, und welche Mythen sich nicht bewahrheiten, haben wir hier mal genauer recherchiert.

Wie wirkt Koffein eigentlich?

Koffein beeinflusst den Teil unseres Gehirns, der für die Ermüdung zuständig ist. Die Müdigkeit wird unterdrückt und man hat das Gefühl, hellwach zu sein. Außerdem stimuliert Koffein die Freisetzung von Adrenalin, welches sich auf die Blutgefäße auswirkt. Besonders der sensorische Teil des Gehirns wird nun besser durchblutet und somit steigt die Konzentrationsfähigkeit.

“Kaffee hilft bei Kopfschmerzen”

Dieser Mythos ist wahr. Eine Studie hat herausgefunden, dass der pflanzliche Wirkstoff Koffein eine ähnliche Wirkung im Körper erzielt wie Aspirin. Beide hemmen die Produktion eines Hormons, welches bei der Schmerzentstehung eine wesentliche Rolle spielt. Ein Tässchen Kaffee kann daher bei Kopfschmerzen tatsächlich hilfreich sein.

“Kaffee entzieht dem Körper Wasser”

Dieser Mythos ist weit verbreitet und ziemlich hartnäckig. Wahrscheinlich deswegen, weil viele durchaus nach dem Konsum von Kaffee (oder auch Tee!) öfters den Gang zur Toilette antreten müssen. Dieses Empfinden ist wiederum individuell unterschiedlich und beruht auf den harntreibenden Effekten des Koffeins. 

Kaffee “entzieht” dem Körper kein Wasser, sondern kurbelt lediglich die Wasserausscheidung in der Niere an. Man kann sich das so vorstellen, dass das Koffein die Niere dazu motiviert, schneller zu arbeiten. Daher: Der Körper scheidet nicht mehr Wasser aus, als er es ohnehin getan hätte, nur tut er es schneller 😉

“Kaffee macht abhängig”

Viele Menschen würden sich als Kaffee-Junkies outen. Bei ihnen muss Kaffee einfach sein! Einerseits, um am Morgen überhaupt erst richtig wach zu werden und andererseits, um das Nachmittagstief zu überstehen. Das liegt vor allem am Koffein und seiner anregenden Wirkung. Wissenschaftlich betrachtet ist Koffein jedoch keine suchtauslösende Substanz. Jedoch kann bei regelmäßigem Konsum mit der Zeit das Gefühl der Abhängigkeit entstehen. So stellt sich nach etwa 6-15 Tagen ein Gewöhnungseffekt ein und man braucht immer größere Kaffeemengen, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Bleibt nun die tägliche Dosis Koffein aus, kann das bei manchen Menschen zu Kopfschmerzen, Gereiztheit und Müdigkeit führen. Diese körperlichen, wie auch psychischen Entzugserscheinungen verschwinden jedoch bereits nach einigen Tagen wieder.

“Tee ist die gesündere Alternative zu Kaffee”

Diese Aussage ist relativ zu betrachten. Natürlich ist es abhängig davon, wie man seinen Tee oder Kaffee trinkt: mit Milch oder ohne? Gibt man 5 Würfelzucker in seinen Kaffee? Süßt man den Tee mit Honig? Denn im Vergleich zu einem Kaffee, schwarz getrunken, ist ein Tee mit Milch und Honig nicht unbedingt die gesündere Alternative, wenn man den Zucker- und Fettgehalt betrachtet.

Der Koffeingehalt variiert natürlich je nach Zubereitungsart, jedoch kann man sagen, dass man über Tee bestimmt genauso viel Koffein zu sich nehmen kann wie mit Kaffee. Eine übliche Tasse Kaffee (125ml) enthält zwischen 40-120 mg Koffein, je nach Wassermenge und Bohnenart. 1 Liter Schwarzer oder Grüner Tee kommt auch auf ca 100 mg Koffein oder mehr, hier auch starke Variation je nach Ziehzeit und Teesorte.

“(Schwarz)Tee verfärbt die Zähne”

Es stimmt schon, dass Tee bestimmte pflanzliche Farbstoffe enthält, aber man müsste schon über Jahre hinweg Unmengen an Tee trinken, um alleine durch Tee eine Verfärbung der Zähne feststellen zu können.

Dazu kommt, dass für Verfärbungen oft auch Farbstoffe von anderen Lebensmittel, in Kombination mit Rauchen und auch mangelnde Zahnhygiene verantwortlich sein können. Also auch wenn man sehr viel Tee trinkt, sollte das aber normalerweise kein Problem sein, solange man sich täglich die Zähne putzt 😉

„Früchtetee ist gar kein Tee”

Der Begriff Tee wird umgangssprachlich für vieles verwendet, was mit heißem Wasser aufgebrüht wird. Ursprünglich bezeichnet man als echten Tee aber eigentlich nur das, was aus den Blättern der Teepflanze hergestellt wird: Weißer, Grüner oder Schwarzer Tee, Oolong oder Pu Erh. Diese hier genannten Teesorten unterscheiden sich lediglich nach der Herstellungsmethode, die Pflanze aus der sie gewonnen werden, ist dieselbe. 

Hoffentlich konnten wir Dir ein paar klare Antworten auf die brennendsten Fragen zum Thema Tee & Kaffee geben!

Wir wünschen Dir noch weiterhin fröhliches Tee- und Kaffeetrinken und bis zum nächsten Post!

Dein snics-Team 🙂

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