Viele Menschen schwören auf die ketogene Diät um abzunehmen. Aber was genau versteht man darunter? 

Sie ist eine Spezialform der Low Carb Diät, bei der kaum Kohlenhydrate dafür sehr viel Fett gegessen werden. Genau genommen sollte sich der Kohlenhydratkonsum auf nur 20 bis 50g am Tag beschränkt werden. Damit der Körper dennoch genug Energie bekommt, sollten 80% der Energiezufuhr aus Fett bestehen.

Der erzielte Effekt, den man bei dieser Diätform erreichen will, nennt sich „Ketose“. Gewöhnlich gewinnt der Körper Energie über die aufgenommenen Kohlenhydrate, die im Körper zu Glukose umgewandelt werden. Wenn der Körper nicht genug Kohlenhydrate zur Verfügung hat, muss er sich anderweitig helfen. Er geht also in den Zustand der Ketose über. Hier zieht der Körper Fettsäuren für die Produktion von Keton-Körpern heran und gewinnt über diese Energie. Durch diesen Prozess verbrennt der Körper also mehr Fett und dadurch purzeln die Kilos. 

Zu den erlaubten Lebensmitteln gehören Fleisch, fettiger Fisch, Milchprodukte, Eier, Nüsse, Samen, kohlenhydratarmes Gemüse, Öle oder zuckerarme Obstsorten. Auf was man verzichten sollte ist Getreide, Hülsenfrüchte, Obst, Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel, Fertiggerichte oder Alkohol. 

Durch die geringe Kohlenhydrataufnahme werden Insulin- und Blutzuckerschwankungen vermieden, weswegen diese Diätform für Personen mit Diabetes Typ 2 von Vorteil sein kann. Dadurch, dass es zu keinen beziehungsweise geringen Insulinschwankungen kommt, können Hungerattacken vermieden werden. 

 Außerdem soll die ketogene Diät die Anfallshäufigkeit von Epilepsie bei Kindern verringern. 

Unser Fazit: 

Studien haben gezeigt, dass man mit dieser Ernährungsform zwar sehr schnell abnehmen kann, man aber auf lange Sicht nicht mehr abnimmt als bei anderen Diätformen. Zusätzlich kann diese Diät auf Dauer Nierensteine begünstigen, weshalb sie für Menschen mit Nierenproblemen nicht geeignet ist. 

Ein weiterer Punkt, der gegen die ketogene Ernährung sprechen könnte ist, dass sie langfristig zu einseitig sein kann. Die optimale Vitamin- und Mineralstoffaufnahme sowie die Aufnahme von Pflanzeninhaltsstoffen erlangt man durch den Konsum von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Wenn man einfache Kohlenhydrate, wie Zucker oder Weizenmehl, vermeidet und stattdessen komplexe Kohlenhydrate aufnehmen würde, könnten auch extreme Blutzuckerschwankungen vermieden werden und es würde zu seltenerenHeißhungerattacken kommen. 

Für Menschen mit Diabetes Typ 2 kann diese Diät eine Möglichkeit sein, ihre Insulinschwankungen besser regulieren zu können. 

Alles Liebe 

Dein snics Team